Interview mit Yannick Eckl – 1/2 Later!
Liebe Leserinnen und Leser. Im September 2008 habe ich im Rahmen meiner Interviewreihe ein Interview mit Yannick Eckl, 16jähriger SEO aus Bad Salzuflen, geführt.
Das Interview wurde sehr kontrovers diskutiert und führte zu zahlreichen Kommentaren.
Ich möchte heute, ca. ½ Jahr nach dem Interview die Gelegenheit nutzen und noch mal mit Yannick sprechen. Mal sehen wie sich die Geschäfte bei dem Jungunternehmer entwickelt haben.
Hallo Yannick! Vor ca. einem halben Jahr hat Dein Interview in meinem Blog für großes Aufsehen gesorgt. Insbesondere Deine Aussage, dass 3.000 € nicht zum Leben ausreichen, hat damals sehr viele Besucher verärgert. Wie siehst Du das Thema heute?
Erstmal möchte ich sagen, dass ich die Aussage von damals nicht so stehen lassen möchte. Ich wurde falsch verstanden, auch wenn ich es natürlich aus Versehen so formuliert hatte, dass man es so verstehen kann. Natürlich kann man von 3000 Euro Brutto Einkommen leben, gar keine Frage. Jedoch ist das nicht das Leben, was ich in den nächsten Jahren gerne haben möchte. Das hat natürlich auch etwas mit der Persönlichkeit zu tun; ich für meinen Teil möchte das Geld nicht nur auf der Bank horten und reinvestieren, sondern es mir auch mal gut gehen lassen. Mir etwas kaufen, was andere sich vielleicht nicht kaufen würden. Das hat nichts damit zu tun, dass ich verschwenderisch bin, nein – eher damit, dass es mich persönlich noch mehr motiviert, wenn ich etwas vor mir „liegen“ oder „stehen“ habe, was ich mir von meinem verdienten Geld gekauft habe.
Die Kritik war damals ja recht hart. Wie bist Du damit umgegangen? Warst du eher verärgert oder hast Dich die Kritik auch zum Nachdenken und evtl. Umdenken gebracht?
Natürlich war die hart. Manche Kommentare kann ich im Nachhinein auch verstehen. Aber manche Leute leisten sich Sachen … da weiß ich nicht, was ich dazu sagen soll, ehrlich. Das sind sicherlich oftmals Leute, die vielleicht mit ihren 30 Jahren gerne so weit wären, wie ich mit meinen 16 Jahren. Insgesamt: Nachdenken – ja! Umdenken – nein! Was bringt es mir, wenn ich mich für irgendwelche Leute großartig ändere, die mich noch nicht mal kennen?
Was jetzt natürlich alle wissen wollen: Hast Du Dein Ziel denn erreicht? Verdienst Du mehr als 3.000 € mit Onlineaktivitäten?
Durch mehrere Kunden, die ich in Sachen SEO betreue, ist es inzwischen deutlich mehr. In den nächsten Wochen und Monaten baue ich wieder vermehrt eigene Projekte auf, um mir passive Einkommensquellen zu schaffen. Die habe ich zurzeit kaum! Keine Arbeit würde bedeuten, kein Geld, ganz einfach. Durch die angesprochenen passiven Einkommensquellen möchte ich mein Einkommen langfristig steigern.
Jetzt sind die Leser natürlich neugierig. Wie hast Du es geschafft, dieses für einen 16jährigen gewaltigen Einnahmen zu erreichen? Hast Du evtl. ein paar Tipps und Tricks auf Lager?
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich gerade Erwachsene oftmals nicht vorstellen können, wie ein 16-Jähriger, der keine Ausbildung oder ähnliches besitzt, so viel Geld verdienen kann. Da ich es recht schnell geschafft habe, kann ich das natürlich nicht ganz nachvollziehen. Ein paar Gründe sind aber nahe liegend: Zum einen bin ich Schüler, habe somit recht viel Zeit für mein Business und zweitens wohne ich noch bei meinen Eltern, habe deshalb keine Ausgaben außerhalb meiner Geschäfte! Das sind zwei gute Grundvoraussetzungen für einen Kickstart im Web – doch man muss diesen Kickstart auch wollen. Ich hatte nie die Einstellung, „Okay, ich mache das jetzt mal und schaue, was daraus wird!“ – sondern immer, „Okay, ich gebe jetzt verdammt noch mal mein Bestes und schaffe das!“ – nennt es ruhig „jugendliche Unbekümmertheit“! Ich war und bin top-motiviert.
Mein Tipp an alle ist: „Do It Fucking Now!“ – (Zitat von seoblackhat.com)
Du zitierst SEOBlackhat, einem der bekanntesten Blackhats im Web. Nutzt Du auch Blackhattechniken, um zum Erfolg zu kommen? Bzw. was kann man von den Blackhats lernen?
Nicht nur einem der bekanntesten, denke auch einer der besten! Man muss erstmal Blackhat für sich persönlich definieren. Ich werte nicht jeden Verstoß gegen die ToS von Google als Blackhat-Technik, demnach wäre ich einer, da ich für eigene Projekte ab und zu Links kaufe bzw. gekauft habe. Ansonsten, klar, man probiert immer mal ein paar Sachen aus. Mich interessiert halt auch die „dunkle Seite der Macht“
Whitehat SEO ist sicherlich das, was sich langfristig am ehesten lohnt und wodurch man Projekte langfristig in den Serps etablieren kann. Welche SEO Techniken sind Deiner Meinung nach im Moment am interessantesten, oder reduziert sich SEO mittlerweile nur noch auf Linkaufbau?
Die Gewichtung „Onpage/Offpage“ ist recht umstritten. Mein Standpunkt ist der, dass man mit der Offpage-Optimierung, sprich mit Linkbuilding, eine schlechte Onpage-Optimierung recht gut ausgleichen lässt. Besser ist es natürlich, beides sehr gut zu optimieren. Dazu muss man sagen, dass pfiffiges Linkbuilding immer schwieriger wird. Früher haben die Leute noch 100 Artikel in Verzeichnisse geschossen und zig Webkatalog-Einträge vorgenommen. So einfach ist es heute nicht mehr.
Wie wichtig ist für Dich der Trust einer Webseite und was kannst Du meinen Lesern empfehlen, um den Trust der eigenen Projekte zu steigern?
Der Trust bzw. das Vertrauen der Suchmaschinen, insbesondere Google, zu der eigenen Website, ist sehr wichtig. Um den eigenen „Trust Rank“ zu steigern helfen z.b. Links von großen Online-Magazinen etc. – um diese Links abzugreifen, benötigt man natürlich sehr gute Inhalte oder Kontakte. Über solche Links signalisiert man Google, dass die Seite kein Schrott ist und einen Vertrauensbonus verdient hat.
Wo entwickelt sich SEO generell hin? Kann ein Stand-Alone-SEO ohne Networking Kontakte eigentlich noch klar kommen, oder siehst Du, wie viele anderen SEOs auch, das Networking als eine wesentliche Grundlage von SEO an?
Ich habe es nie ohne Networking probiert, deshalb kann ich nicht viel dazu sagen, wie die Arbeit für einen SEO ohne bestehendes Netzwerk ist. Besser aber auf jeden Fall nicht. Gute Kontakte helfen einem immer weiter, wenn man mal Hilfe benötigt etc. – ein SEO, der nicht sehr viel Wert auf Networking legt, kann aber natürlich ebenfalls sehr erfolgreich werden!
Yannick, eines Deiner neuen Projekte wird „FirsthandAd“, ein Onlinemarktplatz für Blogs. Wie funktioniert FirsthandAd und was genau versprichst Du Dir von der Seite?
FirsthandAD basiert auf einer recht alten Idee. Früher brachte ich schon mal ein paar Artikel die das direkte Vermarkten von Blogs thematisierten. Darüber hinaus habe ich meine Idee, eine Anlaufstelle für Blogger und Werbetreibende zu eröffnen, bereits vor über einem Jahr offen auf meinem Blog veröffentlicht und mit meinen Lesern darüber diskutiert.
FirsthandAD soll deutschsprachigen Bloggern helfen, ihren Blog direkt zu vermarkten. Da es so einen Service, wie wir ihn bieten werden, noch nicht gibt, sind wir davon überzeugt, erfolgreich zu werden.
Das Vermarkten von Blogs ist schwierig. Nur wenige Blogger schaffen es, sich ein vernünftiges Einkommen zu erbloggen. Meistens verdienen Blogger leider nur ein Taschengeld. Nutzen die Blogger ihr Potential nicht aus, oder wie denkst Du kannst Du da helfen?
Wir dienen quasi mit der Vermittlung von Werbepartnern. Soll heißen: Wir haben die Kontakte zu Firmen, die auf Blogs werben wollen – diese Kontakte haben die meisten Blogger nicht, was neben der noch recht kleinen Bedeutung für Blogs als Werbeträger sicher ein zweiter Grund für den Misserfolg ist.
Was für Werbeformate wird es geben und wie wird die Abrechnung funktionieren?
FirsthandAD wird sich vorerst auf das beliebte Werbeformat 125×125 Pixel beschränken. Natürlich werden wir nach und nach auch andere Werbeformate anbieten. Was wir wollen, ist ein klarer Fokus. Wir wollen gar nicht alles anbieten, wie es andere Netzwerke derzeit machen. Die Abrechnung erfolgt wie bei allen anderen Netzwerken auch. Der Deal ist natürlich, dass die Blogger einen kleinen Teil ihrer erwirtschafteten Einnahmen an uns abgeben. Der Prozentsatz wird jedoch fair sein.
Ich habe selber Blogfever.de betrieben und kenne daher sehr viele Blogger. Wie willst Du es schaffen Dir in diesem Markt einen Namen zu machen und Dich von den Konkurrenten abzusetzen? Was ist Euer Alleinstellungsmerkmal? Kannst Du dazu schon etwas sagen?
Wie Du kenne auch ich sehr viele Blogger. Einen Namen konnte ich mir mit Blogschrott.net auch machen, in der Blogosphäre – ob der von jedem mit positiven Eigenschaften assoziiert wird, ist eine andere Frage. Spaß beiseite: Ich bin mir sicher, dass ich meine zahlreichen Kontakte nutzen kann, um FirsthandAD schnell zu etablieren. Die Kontakte meiner Geschäftspartner werden natürlich auch Gold wert sein. Mit Alexander Unsöld (www.alexunsoeld.de) und Christian Boris Schmidt (www.ecato.de) habe ich zwei zuverlässige und erfahrene Leute mit an Board. Unser Alleinstellungsmerkmal ist unser oben genannter Fokus – lieber auf etwas spezialisieren, anstatt alles halbherzig anzubieten.
Hört sich interessante an. Viel Erfolg wünsche ich Euch jetzt schon. Die Blogosphäre kann Innovationen im Marketingbereich gebrauchen. Gute Vermarktungsmöglichkeiten für Blogs sind immer gefragt.
Weiterhin willst Du mit Deiner SEO Agentur „SEOVENTUS“ Karriere machen. Was genau schwebt Dir da vor?
SEO bietet trotz der vielen Agenturen, die zurzeit gegründet werden, immer noch gute Möglichkeiten, Geld zu verdienen. Da ich sowieso den ganzen Tag SEO mache und mir die Arbeit Spaß macht, ist es eigentlich kein großer Schritt, eine Agentur zu gründen. Natürlich werde ich die dort anfallenden Arbeiten nicht alleine stemmen können. Deshalb arbeite ich mit diversen anderen Firmen und Agenturen zusammen, um auch größere Kunden langfristig betreuen zu können.
Du fängst ja im Herbst dieses Jahres eine Ausbildung an. Wie verbindest Du das mit Deinen aktuellen Projekten und Onlineaktivitäten? Die Zeit ist ja dann wahrscheinlich nicht mehr so da. Wie wird es sein, für eine geringe Ausbildungsvergütung zu arbeiten anstatt für das große Geld?
Viele Firmen sprechen ihren Auszubildenden das Recht ab, nach dem Feierabend an ihren eigenen Projekten weiterzuarbeiten. Das ist bei Medici Internet nicht so. Es kann natürlich sein, dass ich hier und da meine Zeit noch besser managen muss – eventuell muss ich mein Engagement für bestimmte Projekte auch zurückschrauben, aber das ist nicht weiter schlimm. Meine Ausbildungsvergütung kann man als Basis ansehen; ich kann bei Medici auch mehr verdienen. Ansonsten hätte ich dem Ganzen wohl auch nicht zugestimmt.
Yannick, ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg bei Deinen Aktivitäten und werde Deinen weiteren Weg mitverfolgen. Ich bin gespannt wie sich Firsthandad entwickelt. Alles Gute und Danke für das Interview.
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Dani Schenker | Feb 25, 2009 | Antworten
Nettes Interview, sehr informativ. Und zur 1. Frage: Ich habe das erste Interview nicht gelesen und habe keine Ahnung wie die Formulierung ausgefallen ist. Aber auf jeden Fall passt die Antwort jetzt für mich. Man darf oder sollte grosse Ziele haben und diese dürfen auch im finanziellen Bereich liegen.
_DD_ | Feb 25, 2009 | Antworten
Leider hatte ich das erste Interview erst jetzt gelesen sonst hätte ich dich in deiner 3000€ These gerne unterstützt!
Man arbeitet ja nicht just for fun sondern will auch Geld verdienen, um sich etwas leisten zu können. Ich habe auch hart dafür gearbeitet um ein Niveau zu erreichen, das es mir erlaubt, mir nicht mehr Gedanken machen zu müssen, wenn ich etwas sehe was mir gefällt. Gefällt es mir? Dann kauf ich es. Dadurch bekommt die Arbeit, die man geleistet hat einen ganz anderen Stellenwert. Man fühlt sich gut weil man sich seine Wünsche selbst erfüllen kann: Von seinem eigenen Geld. Als ich mit 19 mit einem Sportwagen (Neuwagen) vorgefahren bin, hat doch eh jeder geglaubt sponsored by daddy. Da ist es ein erst recht tolles Gefühl zu wissen, das man das alles selbst erreicht hat. Das motiviert zu neuen Höchstleistungen und sorgt dafür das man am Ball bleibt.
Das ist aber alles eine persönliche Entscheidung. Die meisten Leute sind leider Ignoranten & können nicht akzeptieren, das Leute das Ziel haben so hart zu arbeiten, dass man sich den Lebensstil leisten kann, den man sich wünscht. Klar: es Leben auch Leute von einem Bruchteil dieses Geldes aber es geht nicht um das Können sondern um das Wollen. Ich finde das Leben wäre ein wenig langweilig, wenn man sich mit 3.000€ einfach zufriedengeben würde.
Anstatt sich zu beschweren, das ein Jugendlicher so hohe Ziele hat, die er verwirklichen möchte sollte man doch froh sein, dass es Jugendliche gibt, die neben Saufen auch noch was für ihre & die Zukunft unseres Landes tun.
Finde das Interview weder arrogant noch scheiße. Für einige sicher auch informativ, denn ich wette die Hälfte der SEOs da draußen hat von sowas wie Trust-Rank noch nie gehört!
Toll, dass du deine Ziele zum großen Teil schon erreicht hast, auf das du weiterhin das erreichst was du möchtest!
Gruß,
DD
P.S. Man darf meinen Kommentar gerne auseinandernehmen
Björn-Christian Bönkost | Feb 25, 2009 | Antworten
Naja ob SEO bedeutet, dass er etwas für die Zukunft unseres Landes tut. Ich definiere SEO für mich so ein bischen in Richtung Marktschreier mit ABI
Ok vielleicht mit fundiertem Informatikhintergrund aber in ein paar Jahren können doch alle mit dem Internet umgehen, oder ?
Das er nicht unclever ist und geschckt mit seinem Alter spielt, hat er ja mit der Adwordskampagne bewiesen. Ansonsten liest sich das Interview für mich etwas verspielt, ob das an den Black hat einwürfen liegt weiß ich nicht. Mal schauen ob ihm das ganze in 5 Jahren noch so viel Spass macht. Aber ich würde niemandem Fähigkeiten aufgrund seines Alters absprechen.
webverdiener.de | Feb 26, 2009 | Antworten
Hallo Leute,
lasst euch nicht von Neidern nieder machen. Ich finde es sehr wichtig das man Visionen und Ziele im Leben hat, egal was für Ziele und wie scheinbar unerreichbar Sie sein mögen. Aber egal, ob es 3000€ oder 1000000€ sind, ist es doch nur Papier und man sollte auf den Boden bleiben. Damit möchte ich sagen, dass wie mehr Geld man in dieser Welt hat, desto mehr Gutes kann man tun. Schenke jemandem Geld oder was auch immer, und dieser Jemand wird es nicht vergessen und es villeicht auch so machen, wenn er die Möglichkeit dazu hätte.
Gruß
Igor
Dachdecker | Feb 26, 2009 | Antworten
Ich finde es toll wenn jemand in diesem Alter schon so erfolgreich ist. Wer die Arbeit vom Yanick ein wenig verfolgt, weiß aber auch das dahinter schon eine Menge Arbeit steckt!
Gruß vom Dachdecker…
Gretus | Feb 26, 2009 | Antworten
Hallo,
ich denke, Yannick kennt mich noch und kann vielleicht auch einschätzen, wie ich die Sache sehe.
Ich persönlich finde immer noch, dass innerhlab der SEO Szene eine Überheblichkeit an den Tag gelegt wird, die ich eigentlich nicht so ganz nachvollziehen kann.
Gerade jungen SEOs würde ich empfehlen, sich eher über Understatement gepart mit mit guter Arbeit zu etablieren.
Als SEO sollte man sich über seinen Ruf einen Namen machen, nicht über seinen Namen einen Ruf
Grüße
Gretus
Blogpolizei | Feb 26, 2009 | Antworten
Auch wenn ich mir jetzt ggf. eine virtuelle Schelle einfange…
Ein Interview mit Marketing-Specialagent Johne wäre mit lieber gewesen!
Weil, Wayne…
Jonas | Feb 26, 2009 | Antworten
er interviewt euch, er interviewt mich, ihr interviewt ihn…wir alle interviewen uns.
SantaCruze | Feb 26, 2009 | Antworten
Naja ob 3000 € viel oder wenig Geld sind sei einmal dahin gestellt , erstmal muss man das Geld verdienen und das kann nicht jeder , erst recht nicht in Deutschland und den derzeitigen Verhältnissen.
Wenn Yannick es schafft gut für Ihn , wenn andere es schaffen , gut für Sie , schafft man es selber…umso besser
Benjamin | Feb 26, 2009 | Antworten
Ich kann überhaupt nicht verstehen, wieso sich manche über diese 3000 Euro aufgeregt haben.
Gerade weil man nicht weiß, ob man in späteren Jahren noch so gut Geld mit dem Internet verdienen kann, muss man als Selbstständiger enorm Rücklagen bilden, man muss darauf hinaus arbeiten irgendwann mit 40 Jahren in den Ruhestand zu gehen oder auch mal Durststrecken von mehreren Jahren zu überstehen. Das geht unter 3000 Euro brutto meiner Meinung nach garnicht. Versicherung, Miete, Saufwochenenden wollen auch finanziert werden. Das alles schafft niemand mit unter 3000 Euro brutto monatlich, also kapiert endlich, dass man als Selbstständiger, vielleicht noch ohne Ausbildung oder Studium, erheblich mehr Risiko in Kauf nimmt.
Grüße
Yannick | Feb 26, 2009 | Antworten
@Dani Schenker, danke, meine Meinung
@David, unterschreibe ich ebenfalls. Auch wenn ich für die Zukunft unseres Landes entbehrlich bin (eine große Zukunft hat Deutschland sowieso nicht), gibt es wirklich “andere” Jugendliche, das ist richtig.
@Björn, Abitur und Informatikhintergrund sind jetzt nicht so die zwei Faktoren, die einen guten SEO ausmachen. Nur weil jeder mit dem Interner umgehen kann, heißt das nicht, dass auch jeder SEO werden könnte. Ahja, was meinst Du mit “verspielt”?
@webverdiener, Geld ist nur Papier, das ist richtig. Aber solange Menschen diesem Papier einen Wert “verleihen”, ist es halt schon wichtig.
@Dachdecker, danke.
@Gretus, weiß, wie du es meinst, ja
@Blogpolizei, Interview mit Stefan wäre sicher cool, hehe.
@SantaCruze, klar ist es viel. Aber “viel” ist halt auch immer relativ
Helmut | Feb 26, 2009 | Antworten
Ein Döskopp ist er ja schon, der werte “Herr” Eckl. Kritiker sind für ihn “[...] sicherlich oftmals Leute, die vielleicht mit ihren 30 Jahren gerne so weit wären, wie ich mit meinen 16 Jahren.”
Wie weit ist dieser Jungspund denn tatsächlich, mal abgesehen vom schnöden Mammon? Und was hat er, das sich 30-jährige herbeisehnen? Naivität? Arroganz?
SEO Evangelist | Feb 26, 2009 | Antworten
Nettes Interview. Die Sache mit dem “Einkommen” finde ich jetzt auch nicht so dramatisch das man sich darüber aufregen könnte. Wieso auch? Schliesslich ist das Geld nicht geklaut sondern erarbeitet. Und ob jemand dafür nun schwer schuften musste oder einfach nur ne geniale Idee hatte ist doch egal, es bleibt schliesslich jedem selbst überlassen wie er sein Geld oder Ziele erreicht.
freepuke | Feb 26, 2009 | Antworten
Ziemlich ausführliches Interview
. Ich muss Santa recht geben – wer nur über den aktuellen Zustand meckert schafft es hingegen nie bis zu so einer Summe.
Anonym | Feb 26, 2009 | Antworten
Also wenn ich mir den Quelltext der tollen SEOVENTUS Agentur angucke bleibt mir die Spucke weg.
webverdiener.de | Feb 26, 2009 | Antworten
@Yannick: Dass das Geld bei uns einen hohen Stellenwert hat und auch wertvoll ist, ist mir bewusst. Denn Geld ist ein Wertaufbewahrungsmittel. Was ich aber damit sagen versuchte ist, dass man dennoch nicht so viel Wert auf das Geld legen sollte. Ist man etwa mehr wert als ein anderer Mensch, nur weil man mehr Geld hat? Sicherlich wünschte ich mir Milliardär zu sein, denn dann könnte ich so viel in der Welt ändern.
Angenommen es tritt eine noch nie da gewesene Infation auf, was bringt mir dann noch das ganze Geld? Mir ist es einfach wichtig, dass man sich von der Gier nicht leiten sollte.
Yannick | Feb 26, 2009 | Antworten
Man ist nicht mehr wert. Man kann sich nur mehr leisten. Die einen finden es erstrebenswert und arbeiten dafür – andere möchten es vielleicht gar nicht.
Jeder muss wissen, was er möchte
jens | Feb 27, 2009 | Antworten
Lustig bei der Diskussion finde ich, dass es diverse Leute gibt die mit unglaublichen Einnahmen um sich werfen. Bei Sisitrix dann aber über lächerliche 400 Euro für seine Tools rumweinen. Wenn ein SEO aus den Tools von Sistix nicht 400 Euro zusätzliche Einnahmen für seine Projekte rausholen kann, der kann keine großen Einnahmen haben.
Ich persönlich wünsche jedem unendlich viel Geld, glaube aber keinen öffentlich geäußerten Verdienstangaben.
infogurke | Feb 27, 2009 | Antworten
Wenn der Yannick erst einmal voll im Saft steht, sieht die Geschichte mit seiner Selbstständigkeit und Ausbildung vielleicht schon wieder ganz anders aus…
Yannick | Feb 27, 2009 | Antworten
@Jens, da hast du Recht. Ich persönlich nutze die Tools vom Johannes auch (noch) nicht. Deine Meinung zu öffentlichen Verdienstangaben kann ich ebenfalls nachvollziehen, man sollte vorsichtig sein.
@infogurke, was meinst Du mit “voll im Saft stehen”? Bitte nicht vergessen, dass ich das alles neben der Schule aufgebaut habe, in der ich täglich 6 Stunden bin..wenn ich dann noch 8-9 Stunden arbeite am Tag, ist das schon “voll im Saft”.
Und natürlich werde ich an meiner Selbstständigkeit festhalten – was sollte mich davon abbringen? Ich möchte nie eine Bewerbung für irgendeinen Job bei einer Firma schreiben .. nie .. aber in der Branche Online-Marketing sind Bewerbungen im klassischen Sinne eh out, habe ich das Gefühl.
“Don’t work your ass off for a company…unless it’s your own.”
infogurke | Feb 27, 2009 | Antworten
@Yannick,
Mädchen
Yannick | Feb 27, 2009 | Antworten
Mist .. jetzt ist es raus ..
Jürgen | Feb 27, 2009 | Antworten
Yannick, der 16jährige der die Massen polarisiert! Wirklich spannend was hier abgeht!
Martin | Mrz 3, 2009 | Antworten
Super Interview, schade nur, dass auf 2-3 Fragen kaum oder gar nicht geantwortet wird! Etwa auf die, wie er es geschafft hat, sich ein solches Einkommen zu erwirtschaften…
www.seodeluxe.de | Mrz 4, 2009 | Antworten
Sehr gut Yannick, weiter so! Es gibt nun mal 99% Leute die rumlabern und kritisieren und nur einen der eine neue Idee auch mal umsetzt um zu sehen ob es klappt! Hier sieht man doch auch wieder sehr schön, das es eben doch jedem selber überlassen ist, sein Glück selber in die Hand zu nehmen. Von daher wünsche ich weiterhin viel Erfolg!
Leo | Mrz 5, 2009 | Antworten
Ich kann nicht ganz verstehen, wie man sich schon so sehr auf das Geld fixieren kann. Ich bin Yannicks Meinung, dass man später von 3000€ sicher keine Familie ernähren kann, aber was will man in unserem Alter mit dem ganzen Geld? Vor allem weil niemand der Gleichaltrigen auch nur annähernd so viel hat ist es m.E. unpassend, mit dem Geld so um sich zu werfen. Man gibt den andern dann gerne den Kasten Bier aus aber sonst wüsste ich nicht, wie man als Schüler mehr als 1000€ monatlich verkonsumieren kann.
Leo | Mrz 5, 2009 | Antworten
achja: 1000 € verkonsumieren beinhaltet Ausgaben für das Auto (~400€)
Yannick | Mrz 6, 2009 | Antworten
Naja, wieso sollte ich das Geld nicht verdienen wollen, wenn mir die Arbeit Spaß macht? Ich habe halt diese Möglichkeit&die lasse ich mir natürlich nicht entgehen
Wieso soll ich sagen, “hm, meine Mitschüler verdienen nur 50€ im Monat durchs Zeitungs austragen, also arbeite ich auch nur eine Stunde pro Monat als SEO” – mir fallen keine Gründe ein
Ich wollte schon immer Geld haben. Möglichst viel. So bin ich halt. Als ich 11 Jahre alt war habe ich meine Eltern schon immer damit genervt, dass ich gerne Geld verdienen würde, als Kind bzw. Jugendlicher. Das war mein Traum .. nun ja, heute ist es einfach nur noch krass, da ich mir meinen Traum mehr als erfüllen konnte
Es ist sicherlich nicht einfach für mich, mit soviel Geld umzugehen. Auch das muss ich lernen. Im letzten Jahr, wo es jedoch noch nicht so gut lief, wie jetzt, habe ich sehr viel rausgehauen .. “verkonsumiert”, wie Du so schön sagst (und glaub mir, das geht!
)
Jetzt bin ich da schon etwas weiter und bilde auch Rücklagen. Möchte ja nicht bis 50 oder so arbeiten
Reiner | Mrz 8, 2009 | Antworten
Lasst den Jungen doch machen, wenn er Erfolg hat muss man es ihm einfach gönnen……
lesen texte | Apr 25, 2009 | Antworten
Naja also es stimmt schon, dass man später in dieser Branche auch relativ viel Geld verdienen kann, aber man muss schon ein ausgeschlafener Fuchs sein, wenn Ihr versteht was ich meine…
Ich wünsche Yannick natürlch alles Gute, dass er seine Ziele auch erreicht, aber es dürfte auch klar sein, dass das ein ganzer Berg von Arbeit wird
michael.s | Jun 19, 2009 | Antworten
Auf jedenfall sehr Interessanter Artikel. Geld alleine macht zwar nicht Glücklich, hilft aber ungemein. Respektable Leistung , getreu dem Motto :”Gesagt, Getan!”. Bin auf jedenfall beeindruckt von deinem Angajemon, da kann nur eine erfolgreiche Karriere drauf folgen.
weiterhin viel Erfolg!
Petra Prasch | Jul 15, 2009 | Antworten
Leider sind nicht alle Bloggs so gut wie dieser
Marco | Mrz 1, 2010 | Antworten
Hallo,
auch wenn es nun schon ein Jahr her ist würde ich gerne mal was von dem Verlauf von Yannick wissen.
Generell finde ich, dass er eine gesunde Einstellung hat. Und mit manchen Äußerungen, die er mal getroffen hat, wird er in 10Jahren auch ganz anders umgehen. Er kann doch nur dazu lernen. Besonders durch den Neid der Anderen
Ihr dürft nicht vergessen, dass der Gute noch sehr jung ist(und das ist definitiv ein Vorteil für ihn).
Danila | Mrz 10, 2010 | Antworten
Einverstanden. Das Geld allein macht nicht glueklich, aber es kann helfen.