Wieviel Geld braucht ein Internetunternehmer zum Leben?

Angestachelt durch die Diskussionen um Yannicks Aussagen über seine Verdienstvorstellungen möchte ich diesen kurzen Artikel schreiben und Euch um Eure Meinung bitten.

Wieviel Geld braucht man zum Leben? Reichen 3.000 € brutto zum Leben aus, oder nicht?

Als Diskussionsgrundlage habe ich hier mal ein paar Vergleichsgehälter ausgegraben. Die komplette Liste findet Ihr bei Stern.de. Wie man sieht, verdient man in vielen Berufen deutlich mehr als 3.000 € brutto. Allerdings auch in ziemlich sehr vielen Berufen deutlich weniger.
 

Branche

 

Monatseinkommen

 

Leiter/in der EDV

5.185 

Elektronik-, Fernmeldeingenieur/in

4.891 

Chemiker/in

4.816 

Physiker/in

4.777 

Dipl. Volkswirt/in, Dip. Ökonom/in

4.600 

Elektroingenieur/in

4.553 

Maschinenbauingenieur/in

4.495 

Mathematiker/in u. Statistiker/in

4.472 

Chemieingenieur/in

4.456 

Systemanalytiker/in

4.454 

Jurist/in

4.330 

Systemplaner/in und verwandte Berufe

4.294 

Wirtschaftsingenieur/in

4.288

IT Berater/in

4.279 

Wirtschaftswissenschaftler/in, Diplomkaufmann/-frau

4.208

Informatiker/in

4.156

Softwareingenieur/in

4.089

Biologe/in, Botaniker/in, Zoologe/in

4.082

Buchpruefer/in, Revisor/in

4.063

Steuerberater/in

4.028

Geologe/in und Geophysiker/in

3.959

Personalreferent/in

3.835

Kartograph/in, Vermessungsingenieur/in

3.737

Politologen/in u. Historiker/in

3.716

Maschinenbautechniker/in

3.684

Bankkauffrau/-mann

3.600

Psychologe/in

3.594

Redakteur/in

3.562

Bauingenieur/in

3.531

Kreditsachbearbeiter/in

3.530

Metallfachwerker/in

3.529

IT-Trainer/in

3.517

Soziologe/in u. Diplomsozialwissenschaftler/in

3.482

Elektrotechniker/in

3.408

Programmier/in

3.400

Versicherungskaufmann/frau

3.358

Pressereferent/in

3.357

Datenbank – und Netzwerkadministrator/in

3.342

PR-Manager/in, PR-Berater/in

3.339

Systemadministrator/in

3.338

Verkehrsplaner/in

3.321

Elektronik- u. Fernmeldetechniker/in

3.227

Webmaster, Webmanager/in

3.215

Personalfachkaufmann/frau

3.214

Direktionsassistent/in

3.143

Raumplaner/in

3.086

System-, bzw. Netzwerkoperator/in

3.055

Chemielaborant/in

3.024

Datenverarbeitungsfachkraft

2.996

Metallarbeiter/in

2.991

Industriemechaniker/in, Maschinenschlosser/in

2.977

EDV Operator/in

2.959

Materialverwaltungs-,Transportangestellte/r

2.951

Buchhalter/in

2.948

Telekommunikationselektroniker/in, Fernmeldeanlagenelektroniker/in

2.946

Sozialarbeiter/in, Sozialpädagoge/in

2.937

Werkzeugmaschineneinrichter, Einrichter/in

2.910

Industriekaufmann/-frau

2.886

Straßen-, Tiefbauer/in

2.876

Werkzeugmacher/in

2.836

Verwaltungsfachangestellte/r

2.820

Chemisch-technische Assistent/in

2.813

Personalsachbearbeiter/in

2.806

Energieanlagenelektoniker/in

2.802

Medizinisch-technische/r Assistent/in

2.777

Elektronikmechaniker/in, monteur/in

2.776

Großhandelskaufmann/frau

2.766

Dreher/in, Fräser/in

2.742

Filialleiter/in

2.708

Lagerverwalter/in

2.694

Offsetdrucker/in

2.688

IT-System-Elektroniker/in

2.677

Verfahrensanlagenbediener/in in der Metallerzeugung, Metallumf

2.668

Landmaschinen-, Industriemaschinenmechaniker/in, -schlosser

2.653

Verwaltungsangestellte/r

2.627

Personaldisponent/in

2.621

Speditionsangestellte/r

2.609

Elektromechaniker/in und Elektromonteur/in

2.603

Bauhandwerker/in

2.603

Stahlbauschlosser/in

2.577

Kraftfahrzeugmechaniker/in

2.554

Schlosser/in

2.552

Disponent/in

2.531

Mediengestalter/in

2.527

Zentralheizungs-, Lüftungsinstallateur/in

2.524

Maurer/in

2.524

Krankenschwester/-pfleger

2.512

Erzieher/in

2.504

Quelle: Stern.de

Meines Erachtens reichen 3.000 € nicht aus. Ich habe eine Frau und ein Kind und muss mein Haus abbezahlen. Wenn ich lediglich 3.000 € pro Monat zur Verfügung hätte, würde dies nicht ausreichen. Da ich allerdings hauptberuflich Angestellter bin, bin ich wahrscheinlich nicht repräsentativ.

Ein Internetunternehmer muss, wie jeder andere Unternehmer auch, mehr verdienen als ein Nichtselbständiger, da der Unternehmer ja das unternehmerische Risiko zu tragen hat und daher auch für schlechte Tage Ansparungen ansammeln muss. Kommt ein sozialversicherungspflichtig Beschäftigter evtl. mit 3.000 € aus, so muss ein Unternehmer dafür wenigstens 5.000 € haben, denke ich!

Ich würde mich freuen, wenn Ihr hier per Comment hier oder per eigenem Artikel in Euren Blogs Eure Meinung zu diesem Thema veröffentlichen würdet, damit wir eine breite Diskussion zu diesem Thema erhalten.

Ich verweise zur weiteren Übersicht auf meine Umfrage zum Thema “Geld verdienen im Internet“. Ihr erhaltet dort einen Überblick was andere Webmaster denken und verdienen.

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23 Kommentar(e)

  1. Manuel Wolff | Sep 27, 2008 | Antworten

    Also sorry, aber die Frage ist total doof gestellt.

    Natürlich reichen 3.000 Euro brutto zum Leben.

    Sonst wären ja auf der Liste keine Positionen mit weniger aufgelistet. Oder sind die alle tot?

    Vor allen Dingen bezweifel ich die Liste, die meisten Leute verdienen bedeutend weniger.

    Es gibt Menschen, die müssen mit weit weniger auskommen, 1000 brutto und weniger und dann zu sagen 3,000 reicht nicht zum Leben ist etwas hochnäsig.



  2. Jürgen | Sep 27, 2008 | Antworten

    Hallo Manuel!

    3.000 € brutto sind bei einem Vater eines Kindes, verheiratet, ca. 2.100 € netto.

    Wenn Du dann noch ein Haus abbezahlen mußt, Versicherungen zahlen mußt, Sprit, Auto, Klamotten, Essen … dann bleibt nicht mehr viel übrig.

    Und wenn man dann Unternehmer ist und auch das unternehmerische Risiko mit abdecken muss, dann ist es meines Erachtens zu wenig.

    Es kommt natürlich ganz auf den Lebenstil an.

    Jemand der 1.000 € Brutto verdient, der hat auch einen deutlich geringeren Kostenapparat. Kein Auto, kein eigenes Haus …! Da sieht es ganz anders aus. Eine Oma hier im Münsterland z.B., die im eigenen Haus mit Gemüsegarten etc. lebt, die kann damit locker auskommen. Die Ansprüche sind ja ganz anders.

    Ein Erwachsener mit eigenem Haushalt, der im Internet 1.000 € verdient, und sonst keine Einkünfte hat, der kommt meines Erachtens nicht klar.



  3. Manuel Wolff | Sep 27, 2008 | Antworten

    Das macht logisch überhaupt keinen Sinn. Erstmal sind 3.000 Euro immer 3.000 Euro, egal wer man ist.

    3.000 Euro sind keine 2.100.

    Dann sagst Du, es kommt auf den Lebensstil an. Ja eben! Und dann sagst Du, dass jemand der weniger verdient einen deutlich geringeren Kostenapparat hat.

    Ja aber doch nicht, weil er will! Sondern weil er muss!

    Also ist Deine Theorie, 3.000 Euro reichen zum Leben nicht aus, vorausgesetzt man hat 3.000 Euro. Wenn man weniger hat, dann reicht das auch.

    Das ist überhaupt keine AUssage.



  4. Jürgen | Sep 27, 2008 | Antworten

    Manuel, ich rede in dem Artikel von einem Internetunternehmer und nicht von der Oma. Für die Oma mag 1.000 € ausreichen, für einen Internetunternehmer aber nicht.

    Yannick (damit fing es an!), sieht sich als Internetunternehmer und sprach von 3.000 €.

    Ich habe gesagt, dass mir 3.000 € nicht ausreichen, da ich einen wahnsinnigen Kostenapparat habe.

    3.000 € brutto sind ca. 2.100 € netto. Was ist daran falsch?

    Wieviel Geld brauchst Du denn zum Leben?



  5. Manuel Wolff | Sep 27, 2008 | Antworten

    Oh man – Du hast das “netto” später eingefügt.

    Schau, wenn Du nur € 2999,- verdienen würdest, würdest Du dann sterben? Oder würdest Du Deine Ausgaben herunterschrauben? Was weiß ich, Haus verkaufen, Auto verkaufen.

    Ein “Internetunterneher” braucht auch keine 3.000 Euro. Aber gut, wenn er sie hat.

    Ich sage nur, es gibt Leute, die mit bedeutend weniger Geld auskommen, und wenn da jemand daher kommt und bahauptet, er brauche aber so viel, dann ist das sehr unfair und herabwürdigend anderen gegenüber.

    ich rede nicht von mir, sondern von Sozialhilfe-Empfänger, Arbeitslosen, Obdachlosen, etc.

    - die Leben alle, und haben keine 3.000 Euro.

    Mich stört die Formulierung der Frage “braucht eine Internetunternehmer zum Leben?”

    Frag doch lieber, wie viele laufende Kosten hat ein Internetunternehmer im Durchschnitt?

    Kann man so aber natürlich nicht sagen, denn das ist auch wieder bei jedem anders.

    Also, um Deine Frage zu beantworten.

    Ich brauche zum Leben 10.000 Euro. Ich habe sie leider nur nicht.



  6. Jürgen | Sep 27, 2008 | Antworten

    @ Manuel:

    Jepp, ich hatte das Netto vergessen. Sorry!

    Ich hätte gerne 10k, brauche soviel aber nicht.

    Allerdings wächst der Anspruch mit zunehmendem Einkommen. Es gab mal eine Zeit, da kam ich auch mit 1000 € aus. Sehr gut sogar.

    Aber Zeiten ändern sich!



  7. j. meisl | Sep 27, 2008 | Antworten

    Jürgen, du schießt den Vogel ab, ich darf einmal resumieren:

    1. Die Fragestellung “Wieviel Gehalt braucht man zum Leben als Internetunternehmer?”, später antwortest du auf Manuels Kommentar, dass du Familienvater und keine Oma seist, wieso beziehst du dich also nicht gleich auf deine Rolle und pauschalisierst mit “Internetunternehmer”, die ja meistens eher jung und alleinstehend sind?

    2. Meine Eltern haben 1500€ brutto monatlich gehabt, bei 3 Kindern, plus einen Kindergeldzuschlag von ca. 600€, wenn du Miete und Co. abziehst, war am Ende wieder weniger übrig. Ich gebe dir Recht: Wenn man Kinder hat, sind 3000€ nicht genug, allerdings nur im Bezug auf den Lebensstil, man muss auch mit weniger Geld überleben können, sich das ein oder andere für später aufheben. Also bitte, hör auf zu pauschalisieren, wer ein bisschen Grips hat, kriegt es hin mit weniger als 3000, 2000 oder auch 1000 zu leben oder sind alle Hartz IV-Empfänger mit Kindern schon tot, oder ist es deiner Meinung nach nicht nötig solche Menschen zu zählen, die nicht zu der Erfolgsskala zählen?

    3. Ich kenne deine Vorstellungen nicht, wenn du schon bei der Eckl-Diskussion anfängst, ich weiß ja nicht was der Junge monatlich ausgibt, 3000€ sind für eine Einzelperson im Grunde genug, seien wir gütig und ziehen wir mal ab: 800€ Wohnung, 200€ Wohnungsnebenkosten, 600€ Essen, 300€ Kleidung, 200€ Telefon, 200€ Nebenkosten á GEZ und Co. => 2300€, klasse wie verschwenden wir das restliche Geld? 500€ auf die Bank, 200€ für andere Anschaffungen. Bitte meine Monatsausgaben für Essen, Kleidung, Telefon u.s.w. sind monatlich bei vielleicht 300-500€, als Einzelperson kostet meine Wohnung 400€ warm…. was ich sagen will, ist, dass man mit 3000€ mehr als zurecht kommen kann und Herr Eckl noch keine Kinder hat, soweit ich weiß, weder Unterhalt an irgendeine Frau zahlen muss, noch ein großer Geldspender ist.

    4. Seht euch mal andere Orte dieser Welt an, wo Leute mit einem Bruchteil dessen auskommen, was ihr als zu wenig einschätzt. Es gibt Leute, die würden sich über 100€ monatlich absolut freuen, weil sie damit ihre ganze Familie halbwegs durchbringen könnten und ihr streitet euch über das 30-fache.

    Einen schönen Abend noch



  8. Peter | Sep 28, 2008 | Antworten

    hallo!

    ich würd auch sagen, dass man mit 3000€ durchaus leben kann … auch mit Kind und Haus … natürlich kann man dann nicht jeden Abend im Restaurant essen gehn (wenn man weniger verdient muss man auf div. Sachen eben verzichten… möchte mich hier der Meinung von Manuel anschließen: die Formulierung ist ungünstig gewählt…

    dass dieser yannick mit 16 Jahren nicht mit 3000€ auskommt finde ich persönlich lächerlich … aber jeder muss das für sich selber wissen

    schönen abend noch



  9. Juergen | Sep 28, 2008 | Antworten

    Danke für die sachliche Kritik. So macht Diskutieren Spaß.

    @ jerome:

    Ich habe die Fragestellung auf Internetunternehmer bezogen und nicht auf die Omi von nebenan oder einen Hartz IV Empfänger. Dies solltest Du beachten.

    Ein Internetunternehmer hat nunmal einen ganz anderen Kostenapparat als die Omi oder der Hartz IV Empfänger und auch einen anderen Lebenstil. Ich sehe mich auch als Internetunternehmer, bin aber hauptberuflich bei einer Behörde sozialversicherungspflichtig angestellt, daher paßt der Vergleich nicht 100%ig.



  10. j. meisl | Sep 28, 2008 | Antworten

    Kostenapperat: ja, Lebensstil: nein, absolut subjektiv.



  11. Jürgen | Sep 28, 2008 | Antworten

    Naja, frag dochmal die SEOs, die sich auf den Messen und Treffen so tummeln. Die stricken nicht abends vor dem Fernseher oder ackern im Garten. Die meisten die ich kenne, führen ein gänzlich anderes Leben.



  12. Piet | Sep 29, 2008 | Antworten

    Die Frage lässt sich keinesfalls pauschal beantworten und könnte auch lauten: “Wieviel Geld braucht ein Dachdecker zum Leben?”.

    Die Rechnung muss jeder für sich selber machen, laufende Kosten für die Internetunternehmung, und die Sozialversicherung werden jeden treffen der sich mit einem Internetunternehmen selbstständig gemacht hat. Und dann bleibt die Frage was man an laufenden Kosten hat. Muss man ein Haus abbezahlen und hat Frau, Kind und Fuhrpark kann es mit 3000 Euro brutto durchaus ganz schön eng werden.

    Wohnt man in einer kleinen Mietwohnung oder bei den Eltern, hat weder Frau, noch Kind und nur ein Fahrrad (ja auch solche Internetunternehmer gibt es), dann sollte man mit 1500 Euro brutto locker hinkommen.

    Entscheidend ist auch der Lebensstil, und der ist wieder bei jedem Menschen anders. Es gibt Menschen die sämtliche Einnahmen die nicht für laufende Kosten draufgehen verjubeln. Sei es für Kino, Shopping oder sonstigen Luxus. Andere wiederum gehen nur selten weg, freuen sich wenn sie 5x die Woche gebratene Nudeln mit Speck essen können und sparen sich etwas an.

    Letztendlich ein interessanter Beitrag mit interessanten Antworten, aber die Fragestellung wird niemals eine Antwort bekommen die für alle passt.

    LG Piet



  13. Andreas | Sep 29, 2008 | Antworten

    Internetunternehmer ist natürlich nicht gleich Internetunternehmer. Da gibt es den 14 jährigen Schüler und den erfahrenen Profi mit Universitätsabschluß und jahrelanger Berufspraxis. Laut der Tabelle (oben) ist z.B. IT-Berater schon bei 4.279 Euro. Auf selbstständiger Basis muß dann mehr drin sein, da Arbeitgebernebenkosten, Krankheit, Weiterbildung, etc. selbst bezahlt werden müssen. Es geht nicht darum, ob man soviel zum Leben braucht, aber sonst macht eine Selbstständigkeit finanziell keinen Sinn.



  14. Joaquin | Okt 5, 2008 | Antworten

    Also es gibt sehr viele Menschen in diesem Lande, die nicht Studiert haben, auch keinen ordentlichen Schulabschluss und es gibt auch alleinerziehende Mütter deren Väter sich ein für allemal aus dem Staub gemacht haben und von denen nichts zu holen ist. All diese Menschen ziehen oftmals locker 3 Kinder auf und das bei weit weniger als 1500,- Euro Brutto.

    Da stellt sich nicht die Frage ob es geht, es muss einfach gehen!

    Und Unternehmer oder Selbstständiger, dass sind hier auch wiederum zwei Paar Schuhe.



  15. Main-Blog.de | Okt 6, 2008 | Antworten

    Hat sich ja eine interessante Diskussion entwickelt. Ich kann mich hier direkt Manuel Wolff anschließen, denn die Frage ist wirklich doof gestellt und kann nicht pauschal beantwortet werden. Ich bin Internetunternehmer und wenn ich an mein erstes Jahr denke, dann hätte ich von 3000 Euro nur träumen können. Und ich muss auch ein Haus abbezahlen.

    Witzig finde ich auch die Aussage, wenn ein Angestellter 3.000 Euro verdient, dann muss ein Internetunternehmer 5.000 Euro verdienen, begründet mit dem unternehmerischen Risiko.

    1. Gilt das für den selbstständigen Dachdecker nicht, d.h. hat dieser kein unternehmerisches Risiko (da ja kein Internetunternehmer) ;-)

    2. Woran bemisst Du denn das unternehmerische Risiko. Da Du bei Deinen 3.000 Euro von brutto ausgehst und dies reicht für den Angestellten, wieso dann nicht für den Internetunternehmer? Oder ist das unternehmerische Risiko ein Betrag (in Deinem Beispiel) von 2.000 Euro, den ich als “Internetunternehmer” monatlich abführen muss, quasi an das Amt für unternehmerisches Risiko?

    VG,
    Torsten



  16. Juergen | Okt 6, 2008 | Antworten

    Hi Torsten!

    Natürlich gilt es auch für einen Dachdecker.
    Ich wollte damit nur andeuten, dass ein Unternehmer (egal welche Branche) mehr verdienen muss, als ein Angestellter. Begründung: Abdeckung des unternehmerischen Risikos.

    Ob dies nun 2.000 € oder 5.000 € mehr sein müssen, kann ich nicht sagen. 2.000 € mehr war nur ein Beispiel.

    Ich sehe mich selber da auch als Beispiel. Ich bin Angestellter und erhalte dort mein Gehalt. Nebenbei bin ich aber auch Unternehmer und erziele dort einen Gewinn. Um komplett in die Selbständigkeit zu gehen, müßte für mich der Gewinn schon deutlich höher liegen als mein aktuelles Gehalt, da ich ja die Sicherheit aufgebe und dem unternehmerischen Risiko unterliege.

    Mittlerweile sehe ich ein, dass die o.g. Frage zu pauschal war und näher hätte definiert werden müssen. Danke aber für die aufschlußreiche Diskussion.



  17. Manuel | Okt 6, 2008 | Antworten

    “Ich wollte damit nur andeuten, dass ein Unternehmer (egal welche Branche) mehr verdienen muss, als ein Angestellter. Begründung: Abdeckung des unternehmerischen Risikos.”

    Sorry, ich kann mir ja vorstellen was Du sagen musst, aber rein vom logischen Denken her, macht das null Sinn was Du sagen willst.

    Er muss mehr verdienen, denn das unternehmerische Risiko muss einklakuliert werden. Was ist das unternehmerische Risiko? Das Risiko, dass es irgendwann nicht so läuft und er weniger verdient? Na dann verdient er doch weniger…

    Man kann hier echt einen Haufen Quatsch diskutieren, aber Du MUSST das Verb MÜSSEN weglassen , sonst macht gar nichts hier einen Sinn.

    Niemand MUSS irgendetwas verdienen.

    Viel interessanter wäre doch die Frage “Wie viel KANN ein Internetunternehmer verdienen?”



  18. Jürgen | Okt 6, 2008 | Antworten

    nein @ Manuel:
    Meines Erachtens “muss” es so sein.



  19. Manuel | Okt 6, 2008 | Antworten

    Ja gut, wenn man denkt dass etwas irgendwie sein muss, heisst es lange noch nicht, dass es tatsächlich so sein muss.

    Deines erachtens kann eine Meinung sein, aber eine Meinung kann auch falsch sein.



  20. Norbert | Feb 3, 2009 | Antworten

    Ich will hier mal einen anderen Diskussionspfad einschlagen.
    Beieiner selbständigen Tätigkeit müssen als erstes die Abgaben erwirtschaftet werden dann die Steuer dann die Fixkosten und dann bleibt der Lebensunterhalt.
    Die sehr pauschale Rechnung lautet:
    + 3000 € Überschuss
    - 470 € Kranken und Pflegeversicherung
    - 470 € gesetzliche Rentenversicherung
    - 200 € Einkommensteurvorauszahlung
    = 1860 € cash
    - 500 € KFZ pauschal incl. AfA privat
    = 1360 € netto
    davon Wohnung, Altersvorsorge, Lebenshaltungskosten und Rücklagen
    Für einen normal lebenden Single reichts gerade so. Wenn Familie da ist muss ca. das 1,5fache her.
    Wenn die Einnahmen nicht regelmässig kommen dann muss man Angestellter bleiben oder aufs Amt zurückgreifen.



  21. Nex | Mrz 26, 2009 | Antworten

    Immer subjektiv und abhängig vom Lebensstil.
    Mir als Student reichen sogar 700.

    Wenn ich hier einige Rechnungen res. Kommentare lese…:
    “800€ Wohnung, 200€ Wohnungsnebenkosten, 600€ Essen, 300€ Kleidung, 200€ Telefon, 200€ Nebenkosten”

    Absolut surreal. 200 Telefon?!? 200 NK neben den normalen NKs…? Na ja

    Auch als Internetunternehmer, sprich Selbstständiger, kann man seine Ansprüche zurückschrauben.
    Nur, weil du in einem Haus lebst, Kinder und eventuell andere organische Lebewesen in deinem Haus hast, muss das nicht auf alle zutreffen. Die Lebenssituation wird dem Einkommen angepasst. Der einzighe Nachteil eines Selbstständigen besteht darin, dass er selber für seine Altersvorsorge sorgen muss. Speziell “internetunternehmer” haben ja kaum Risikokosten, da sie abgesehen von einem Server/Patente/Lizenzen keine realen Kosten haben.



  22. Gerhard | Mai 31, 2009 | Antworten

    Ihr jammert auf einem ziemlich hohen Niveau. So viel Geld dürften viele Menschen nie in die Hand bekommen. Als kaufmännischer Angestellter habe ich beispielsweise viele Jahre rund 1000 Euro netto verdient. Da gingen dann aber noch rund 250 Euro für das Auto (Treibstoff, Versicherung, Wartung) und 200 Euro für die öffentlichen Verkehrsmittel weg. Die verbleibenden 550 Euro mussten für alle anderen Ausgaben reichen.



  23. Andre | Okt 17, 2009 | Antworten

    Hallo,
    interessanter Blog, leider ist die Verlinkung zu Yannicks Artikel falsch, wollte den Artikel lesen geht leider nicht

    Gruss



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