Diskrepanz zwischen Adwords und Amazon Partnernet
Hallo!
Wie jeden Morgen schaue ich erstmal in mein Adwordskonto und mein Amazon Partnernetbereich, um die Statistiken des letzten Tages abzufragen. Auch heute morgen wurde ich positiv überrascht. Bei nur 20 € Werbekosten habe ich 7 Artikel verkauft. Allein der teuerste Artikel im Wert von über 300 € reicht aus, um mein Werbebudget zu decken.
Betrachtet man allerdings die Entwicklung meines Adwordskontos und vergleicht die Ausgaben mit der Werbekostenerstattung von Amazon, sieht man leider immer eine Diskrepanz. Während mein Adwordskonto Ausgaben von 128,41 € ausgibt, zeigt mein Partnernetbereich lediglich eine Werbekostenerstattung von 79,36 € an.
Auf dem ersten Blick habe ich also einen Verlust gemacht.
Dies ist aber definitiv nicht so, da erst 21 meiner 35 verkauften Produkte verschickt wurden und mir gutgeschrieben wurden. 14 Produkte warten also noch auf den Versand und werden erst anschließend gutgeschrieben. Nach dem Vergleich des Versands mit den Bestellungen kann ich ungefähr hochrechnen und sagen, dass noch ca. 75 € an Werbekostenerstattungen fehlen. Rechne ich dieses Geld dazu, habe ich in den ersten 5 Tagen dieses Jahres als Neuanfänger im SEM Bereich einen Gewinn von rund 25 € gemacht.
Das ist sicherlich nicht viel und im Vergleich zu den vielen Stunden, die ich investiert habe auch kein guter Stundenlohn, trotzdem bin ich sehr positiv gestimmt aufgrund des guten Starts. Mit mehr Erfahrung, hochprofitablen Produkten und dem ein oder anderen Trick und Kniff sollte es mir gelingen, deutlich proditabler zu arbeiten. Insbesondere die Staffelung der Werbekostenpauschale bei Amazon läßt mich auf Besserung hoffen, da ich mit zunehmenden Bestellungen auch höhere Erstattungen erhalte. Im Moment liege ich bei 8,00% für Direktlinks. Mache ich noch ein paar Verkäufe mehr, dann komme ich auf 8,50 % bei Direktlinks. Bei den Nicht-Direktlinks, also den mehr oder weniger Zufallsprodukten, erreiche ich im Moment eine Erstattung von 5,50%, die sich bald auf 6,00% erhöht. Das sieht doch schon ganz gut aus und stimmt mich – wie gesagt – positiv.
Nicht zu verachten sind bei Amazon die Zufallsbestellungen. Ich habe sehr viele Bestellungen von Produkten, für die ich nicht geworben habe. Dies sind scheinbar Kunden, die über meinen Link zu Amazon gekommen sind, deren Cookie noch aktiv waren und die dann ein anderes Produkt bestellt haben! Klasse “Abfallprodukt”.
Wie bereits gestern angekündigt werde ich mich nach anderen Produkten und anderen Partnerprogrammen umsehen. Um richtig Geld zu verdienen muss man scheinbar in ein hochpreisiges Segment (Kreuzfahrten?) wechseln oder eine hohe Gewinnmarge haben.
Ich halte Euch weiterhin auf dem Laufenden.
Hat sonst jemand Erfahrungen, die er hier berichten will? Mich würde auch die Meinung anderer User interessieren.
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Webstandard-Team | Jan 6, 2009 | Antworten
Klingt interessant, bin mal gespannt wie sich das bei Dir in den nächsten Tagen weiterentwickelt!
Martin | Jan 6, 2009 | Antworten
Bei Amazon rechnet sich eventuell auch das klassische Modell mit 4% Provision. Bei hochpreisigen Artikeln kann das der Fall sein, da bei einigen Artikel beim gestaffelten Modell maximal 10€ Provision ausgeschüttet werden.
Je nachdem welche Produkte beworben werden.
Bin ebenfalls sehr gespannt auf die weitere Entwicklung.
Gibt es denn schon Feedback von Amazon bezüglich der direkten Verlinkung?
Anschlussfinanzierung | Jan 6, 2009 | Antworten
Den Reisebereich habe ich vor ca. 1 Jahr schon mal angetestet. Hier ist es noch extremer mit dem Zeitunterschied Verkauf und Gutschrift.
Bei dem Partnerprogramm wo ich mich damals eingeschrieben hatte wurde der Verkauf erst zum Zeitpunkt der Reise vergütet – da hat man gleich mal eine 1/2 Jahr Differenz drin
Sebastian | Jan 6, 2009 | Antworten
Sehr schönner Beitrag mit dem man auch mal was anfangen kann. Ich selber bin zwar beim Partnerprogramm von Amazon angemeldet, mach da aber eher wenig. Wo ich noch nicht ganz durchsehe. Wo ist denn der Unterschied zwischen der Werbekostenerstattung und der Werbekostenerstattung + Direktlinkbonus? Da steht zwar §5 Punkt 2b, doch irgendwie find ich da nix.
Martin | Jan 7, 2009 | Antworten
@Sebastian:
Es gibt ja die 2 Werbekostenerstattungsmodelle.
Klassisch und Gestaffelt. Beim gestaffelten Modell gibt es einen extra Bonus auf direkt verlinkte Produkte. Das ist der Direktlinkbonus, wenn man einen Link auf ein bestimmtes Produkt setzt. Anschließend gibt es für dieses Produkt den Bonus. Kauft der Käufer noch einen weiteren Artikel, gibt es “nur” die Werbekostenerstattung von x-Prozent ohne Bonus.
Juergen | Jan 9, 2009 | Antworten
@ Martin: Du hast Recht. Ich habe ein paar Produkte dabei, bei denen die klassische Methode besser für mich gewesen wäre. Da wurde bei mir auf 10 € gedeckelt!
Anschlussfinanzierung | Jan 9, 2009 | Antworten
@Juergen:
Ich habe auch schon mal gehört, dass bei Amazon die Zahlung pro Verkauf auf 10 EUR gedeckelt ist. In den Bedingungen konnte ich jedoch nichts darüber lesen.
Stimmt das?
Ist das Abhängig vom gewählten Modell?
… es wäre Klasse, wenn Du hier noch etwas berichten könntest.
Danke!
Juergen | Jan 9, 2009 | Antworten
Hallo!
Hier die Regelung von Amazon:
Im Rahmen des Gestaffelten Modells ist die Werbekostenerstattung für Produkte aus den Bereichen Elektro & Foto, Küche, Haus & Garten, Computer & Software sowie für alle Drogerie-, Kosmetik- und Badartikel auf ein Maximum von 10 EUR pro Artikel begrenzt, unabhängig von der Höhe der qualifizierten Nettoeinkünfte des einzelnen Produktes (Maximalbetrag pro Artikel).
https://partnernet.amazon.de/gp/associates/agreement
Anschlussfinanzierung | Jan 9, 2009 | Antworten
Danke – ich hab den Hinweis nun auch gefunden
Als Ergebnis kann man doch aber sagen, dass Amazon als Partnerprogramm dann nicht mehr richtig interessant ist. Verkauft man zum Beispiel ein Produkt für 300 EUR, bekommt man mit dem klassischen Modell gerade mal 12,00 EUR – beim gestaffelten Modell eh nur 10,00 EUR. Das ist doch ein Witz, oder?
scysys | Aug 9, 2009 | Antworten
Wenn ich es Richtig herauslese, redest du vom Standard Werbekostenerstattungsmodell. Du solltest dich über das Kontakt Formular an Amazon wenden mit den hinweiß, dass du im SEM Bereich tätig bist und darüber auch deine Sales generieren tust. Du erhälst dann ein eigenes Werbekostenerstattungsmodell.
scysys | Aug 9, 2009 | Antworten
Entschuldige den Doppelpost hier.
Aber vergessen, dass das Werbekostenerstattungsmodell dann auch mehr auf deiner Tätogkeit zugeschnitten ist und dir mehr nutzen als das Standard Modell bieten sollte.
Zu Beachten gilt nur, dass das Modell wohl auf jeden Publisher extra zugeschnitten wird. Von daher weiß ich nicht ob es auch Negativ ausfallen kann.